Ihr Lieben!
Ich möchte euch nur mal zwischendurch mitteilen, dass es mir im Moment recht gut geht, ich habe regelmäßig meine Ergo- und Physiotherapie und mache kleine, wenn auch sehr langsame Fortschritte, aber man lernt auch sich darüber zu freuen! ;-) Mittlerweile gehen meine Vormittage komplett mit Gymnastikübungen für meine "tote" linke Seite und Mittagessen kochen drauf.... Regelmäßige Arztkontrollen nehmen auch viel Zeit in Anspruch.... An dieser Stelle DANKE an alle, die mir immer wieder positive Energie schicken, damit ich gut durchhalte und nicht den Mut verliere!!!
Und außerdem hab ich begonnen meine Geschichte (das Aneurysma, die Zeit im Krankrnhaus, die Heimkehr...... aufzudchreiben. Ich hatte mir nämlich überlegt, alles aufzuschreiben, um es vielleicht besser verarbeiten zu können und meine Mädels haben gemeint " ich könnte doch ein Buch schreiben" Es gibt nixht viele Leute, die das, was ich hatte überhaupt überleben und dann sogar neurologisch soweit beinander sind, alles klar erzählen zu können.....
ALSO mach ich das jetzt ganz einfach.........
Ich schreibe mein 1. Buch :-) Verrückte Idee, ich weiß, aber es tut mir gut, hilft mir ein bisschen abzuschließen mit dem was war und halbwegs offen und z ein kitzekleines bisschen uversichtlich in die Zukunft zu blicken....Es wird nie wieder so werden, wie es war, aber vielleicht wird das Leben wieder lebenswert- auch mit Rolli.
Mein Motto im Moment!!!!!
Ich gebe nicht auf, ich fange nur nochmal neu an!!!! :-)
Was haltet ihr von dieser verrückten Idee? Schreibt mir doch eure Meinung.....
Eure
Susanne
Dienstag, 19. Mai 2015
Mittwoch, 22. April 2015
22.April 2015
22.4.2015
Ihr Lieben,
ich muss euch heute unbedingt von meinem Tag erzählen, weil er einfach soooo
supercalifragilistic expialigetisch war ;-) Wir haben den 22. April 2015 und
ich hatte heute Vormittag wie jeden Mi meine Physiotherapiestunde mit der weltallerbesten
Therapeutin ELLEN. Schon in der Früh hat mich heute die Sonne
wachgekitzelt, es war ein wunderschöner Frühlingstag.
Ich habe ja das Riesenglück, dass meine Mama und meine Tante
sich abwechselnd die ganze Woche am Vormittag Zeit nehmen, um mit mir all meine
Übungen ( Dehnungsübungen, Handkoordinationsübungen, Kraftübungen usw) zu
trainieren. Das kostet mich momentan bereits ca. 2 Stunden Zeit pro Tag! Dazu
kommen die täglichen Gehversuche, die seit 1 Woche zu meiner Hausübung gehören!
Jedenfalls sind wir heute mit dem Treppenlift hinunter in
den Garten gefahren und haben versucht mal quer über die gepflasterte Fläche zu
gehen (Das ist doch ganz was Anderes, als auf dem rutschigen Laminatboden
Überraschender Weise ging das aber sehr gut, vor allem das
linke Bein ließ sich wunderbar nach vorne heben…..Und so kam meine supertolle
Therapeutin auf die Idee, das Ganze gleich mal in der Wiese auszuprobieren….
Das war sehr spannend!!! Erstmal ließ sich der Rollator gebremst gar nicht gut
schieben, also Bremsen gelöst und mit
mehr Angst munter drauflos und immerhin bin ich bis zu unserem Pavillon
gegangen (ca 4-5 Meter)JUHU.
Dann meinte meine tolle Therapeutin: Du bist heute so
gut drauf, da versuchen wir gleich noch ein paar Schritte die Einfahrt hinauf,
umdrehen und wieder hinunter bergab… BERGAB???? Waaaaaaah HIiiiiiiiiiiilfe, Ist die heute verrückt???? Na gut,
neugierig war ich ja dann doch und siehe da; es war gar nicht sooo schwer wie
ich es mir vorgestellt hatte. Bergab war halt sehr spannend, weil der Rollator
natürlich leichter davonrollt… aber es hat toll geklappt, der linke
Problemknöchel (weil er immer noch gerne umknickt)hat dank Schiene seine Arbeit
ordnungsgemäß erfüllt
Zum Abschluss hatte meine heute leicht übermütige Therapeutin noch eine kleine Herausforderung
für mich, ich sollte auf der Außentreppe mal die 1. Stufe hinauf und wieder
hinuntersteigen versuchen…. Das war dann der richtige Zeitpunkt für den 1. großen
Schweißausbruch an diesem Tag (Ob vor
Angst oder Anstrengung kann ich gar nicht so genau sagen!!!
Jedenfalls hatte ich heute das 1. Mal das Gefühl, dass sich
endlich das harte und zeitaufwendige Trainingsprogramm und die Schmerzen zu
lohnen beginnen und das ist ein wahnsinnig tolles Gefühl, Leute ;-)))
Ich wünsche euch einen wunderbaren Tag!!!
In diesem Sinne: Ich
gebe NIE auf, ich fange nur manchmal neu an!!!
Es ist nicht immer
leicht, doch es lohnt sich!!! Daran glaub ich fest
Eure Susanne
Freitag, 17. April 2015
Krankenhausbericht Teil 3
Krankenhausbericht
Teil 3/ Reha
Jedenfalls
war die Zeit im Krankenhaus für mich seeeehr lang, sehr einsam und sehr fad.
Ich hab jegliches Zeitgefühl verloren-
war ich ja doch von 8.8 bis 17.12 nicht zu Hause! Man erlebt so einiges im
Krankenhaus, man hat nervige und sehr liebe Zimmergenossinnen,
die einem
sehr ans Herz wachsen; genauso ist es mit den Schwestern und Pflegern: manche
sind so unfreundlich, routiniert, wollen nur schnell schnell ihren Tag hinter
sich bringen und andere wieder nehmen sich immer ein paar Minuten Zeit für ein
paar Sätze, gehen ganz vorsichtig mit dir um, immer bedacht darauf dir nur ja
nicht wehzutun. Diese versuchen auch dir ein Mindestmaß an Intimsphäre zu
gewähren (und das ist echt Luxus im Krankenhaus!
Ihr wisst ja gar nicht, wie sehr sich so ein Tag im KH in die
Länge ziehen kann- vor allem, wenn man nur liegen kann L ich hab ein bissl Musik gehört, gelesen, viele
Akkuladungen vertelefoniert…… ja und gewartet… auf meinen Besuch. An dieser
Stelle ein Dankeschön an meinen Mann, der alle Besuche koordiniert und ein
bissl eingeteilt hat, sodass fast jeden Tag jemand bei mir war ;-)). Das war
sooo wichtig, um meinen Überlebenswillen aufrecht zu erhalten! An dieser Stelle
auch ein Riesen DANKESCHÖN AN ALLE, die mich immer wieder besucht und mir
zumindest 1 Stunde des langen Tages versüßt haben, die mir immer wieder meine
Fortschritte vor Augen gehalten haben, waren sie auch noch so klein!! Als Betroffener siehst du nicht, dass du
deine Hand schon 1cm höher heben kannst als vor einer Woche, Du siehst nur, was
noch immer nicht geht……. Und was du alles nie wieder tun wirst können in
deinem Leben!!! Du musst all deine Zukunftspläne neu überdenken und ordnen,
weil vieles einfach nicht mehr möglich
ist….. und leider hast du an vielen Tagen viel zu viel Zeit zum Nachdenken.
Ich hatte an solchen Tagen dann auch immer ein tiefes Gefühl der Einsamkeit-
obwohl mich mein Mann praktisch jeden Tag besucht hat! Aber mit deiner Krankheit
oder Gehirnblutung und den Konsequenzen musst trotzdem du alleine leben und
zurechtkommen lernen… Und Alles dreht sich
immer wieder um die Frage, auf die es keine Antwort gibt… WARUM ?
Am 5.11 durfte ich dann auf REHA nach Bad Pirawarth fahren…
und dort war schlagartig alles anders
1.)
Das Personal war sooooooo freundlich und geduldig
Die haben natürlich nicht so einen Stress wie im Krankenhaus, aber es war sooo
angenehm, da wurde viel gescherzt, geblödelt und gelacht
2.)
Ich hatte so viele Therapien eingeteilt, dass so
mancher Tag richtig stressig war. Keine Spur mehr von Langeweile. Besonders
toll war der Hol- und Bringdienst, ein paar fleißige Damen, die Patienten wie
mich zu den Therapien und wieder zurück zum Zimmer gebracht haben!!! Und eben
mit diesen Damen fuhr ich auch zu den
3.)
Mahlzeiten ins Restaurant, wo man wieder viel mit
anderen Leuten zusammenkommt und plaudern kann…
Dort hab ich wieder begonnen zu
leben. Dank der Therapien konnte ich wieder stehen 5 Schritte gehen
Hab ich mir wieder antrainiert
meine linke Gesichtshälfte wahrzunehmen
Hab in der Ergotherapie ein paar
–Tricks für Einhänder im Alltag gelernt
Und…. Und…… und……
Fast jeden Tag gab es einen kleinen Fortschritt, außerdem
Musiktherapie, Basteln Werken und Kochen
zur Ablenkung und fürs Gemüt… An dieser Stelle ein besonders großes Dankeschön
an alle Beteiligten in Bad Pirawarth!!! Ihr leistet großartige Arbeit!!!!! Und
ich hoffe sehr, dass ich im Mai, Juni 2015 ( nach einem halben Jahr) nochmal
wiederkommen darf!
Dienstag, 31. März 2015
Krankenhausbericht Teil 2
Vielleicht
könnt ihr ein bisschen nachvollziehen, was das für ein Schock war…. Wenn ihr
euch vorstellt, dass ihr am Abend ganz normal ins Bett geht und wenn ihr in der
Früh aufwacht, könnt ihr einen Arm und ein Bein nicht mehr bewegen, könnt nicht
mehr aus dem Bett aufstehen, nicht aufs Klo und duschen gehen, nicht mehr
allein euer Brot streichen oder kochen…..nicht mehr mit dem Hund spazieren
gehen, der soooo darauf wartet, könnt nicht mehr mit dem Wäschekorb die Stiegen
rauf und runter laufen…..nicht mehr Autofahren (auch weil das linke Auge nicht
mehr richtig funktioniert und ihr alles was links von eurem Nasenflügel ist
einfach nicht mehr wahrnehmt…., damit könnt ihr nicht mehr die Kinder
irgendwohin bringen oder abholen, nicht mehr arbeiten fahren….,
Ich
jedenfalls war fertig mit der Welt fühlte mich soooo wahnsinnig unnütz und
unnötig und hab erstmal ein paar Tage
immer wieder geweint und versucht das zu verarbeiten. In dieser Zeit wollte ich
auch keinen Besuch-es sollte mich ja niemand so verzweifelt sehen, zum einen
war es mir furchtbar peinlich, zum anderen wollte ich meiner Familie keine
Angst machen! Das war auch die Zeit, wo
ich erstmalig darüber nachdachte meine Schmerz- und Schlafpulver zusammen zu
sammeln
Dann kam auch
gerade in diesen Tagen eine Angiographie Untersuchung dazu eine Darstellung der
Gefäße im Kopf mittels Kontrastmittel (KM) so wurde ich also zur MR Röhre
gefahren, bekam in meine rechte Leiste einen Schlauch gesteckt (natürlich ohne
Betäubung, wo dann das KM reingeschossen wurde…und dann meinte der Doc noch, es kann sein, dass Sie ein warmes
Gefühl bekommen, dort wo das KM ist) ja, von wegen, meine rechte Kopfhälfte
wurde heiß und heißer, bis ich das absolut erschreckende Gefühl hatte, mein
Kopf brennt…. Ich rief in voller Panik um Hilfe, sah noch kurz die wichtigsten
Episoden aus meinem Leben in meiner Vorstellung vorbeiziehen und hatte in diesem
Moment das schlimme und endgültige
Gefühl: SO DAS WAR ES JETZT….und ich war mutterseelenallein in dieser doofen
Röhre eingesperrt!!! In meiner Angst war mir dann scheinbar jede Höflichkeit
wurscht, weil dem Arzt, der dann nach einer gefühlten Ewigkeit wieder kam, hab
ich was erzählt!!!
Donnerstag, 26. März 2015
Krankenhausbericht Teil 1
LIEBE
FREUNDE/BEKANNTE/KUNDEN, KOLLEGINNEN und
ALLE, DIE MICH KENNEN und DIE
ES INTERESSIERT
Manch eine hat sich vielleicht schon gewundert, warum sich
sooooo lange nix auf meinem Blog getan hat. Das lag nicht an meiner
Faulheit, mangelnder Lust und Laune, sondern schlichtweg daran, dass ich im
Krankenhaus lag und zwar seeeeehr lange.
Am Morgen des 8.8. 2014 hat sich ein böses Aneurysma in
meiner rechten Gehirnhälfte einfach
dazu entschlossen, zu platzen und meine rechte Hirnhälfte schlagartig mit Blut
zu überschwemmen…..
Dadurch wurden viele Zellen zerstört, was zur Folge hatte, dass meine gesamte linke Körperhälfte von einer Sekunde auf die andere wie gelähmt und funktionslos war
Zu meinem Geburtstag am 24.8 hab ich zum 1.Mal meine 3
Männer erkannt und die Tränen kullerten wie verrückt -
- vor Schmerzen,
- vor Freude und Erleichterung, dass ich überhaupt noch da bin;
- vor Zorn und Frust, warum es grad mich treffen musste,
- und vor endlosen Selbstvorwürfen: was hab ich bloß falsch gemacht
Nach ca 1,5 Wochen im künstlichen Koma wurde ich langsam
aufgeweckt, konnte zunächst nicht selbständig atmen, nicht schlucken, nicht
sprechen, um dann nach einiger Zeit auch noch sehr enttäuscht und frustriert
festzustellen, dass ich meine linke Körperhälfte nicht mehr spürte oder gar
bewegen konnte.
Montag, 7. Juli 2014
Nägelchen 2
Und wieder mal ein paar Nägelchen:
Ganz Klassisch.....
Pretty in pink
goldfinger ;-)
Sommerliches weiß.... DANKE an Emily für die Engelsgeduld
Donnerstag, 3. Juli 2014
Und wieder ist ein Schuljahr vorbei.....
Da mussten schnell noch ein paar Abschiedsgeschenke her:
Blumenkugeln aus Styrophor mit Steinpasten verziert und Streudekoteilen aus der Schmuckkeramik
Und nach einer Idee von Tamara B: Nervennahrung verziert mit Fotos von den Jungs und Farbchips und Schmuckkeramik-Cupcakes
Hier noch mal in Nahaufnahme
DANKE, Tamara, für diese rasch nachzumachende Idee! ;-)
Daisy *miau*
Darf ich mich vorstellen, mein Name ist Daisy. Ich bin letzten Samstag bei der Familie Safer eingezogen. Dort ist es voll cool! Die haben sogar eine Ersatzmami namens Timmy für mich ;-)
Timmy spielt immer mit mir, putzt mich und ich darf auch bei ihm schlafen.
Nur Milch trinken kann ich nicht bei ihm..... seltsam! ;-)
Donnerstag, 12. Juni 2014
Vatertag
Bei uns ist es so üblich, dass wir zum Vatertag eine Kleinigkeit selbst basteln und gemeinsam einen schönen Tag verbringen. Heuer waren wir im 22. Bezirk beim Wakeboard-Lift, die Jungs waren fasziniert und sparen schon auf einen Kurs ;-)
Für den Papa haben sie ein T-Shirt selbst gestaltet mit ein bissl Stoffmalfarbe (z.B. Kreativfarbe von Creadirect, wer sie noch hat), ihren Füßen und Buchstabenschablonen...
Ich kann euch sagen, es war ein Erlebnis, weil sie sind ja gaaaaaaar nicht kitzelig! ;-)
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